Willkommen in der digitalen Gesellschaft?!

Der Wecker klingelt, du willst ihn ausstellen, doch es ist kein normaler Wecker, sondern Dein Handy mit Deinem Lieblingslied. Nach dem Aufstehen und fertig machen, schnell zur Arbeit. Meist fährst Du mit dem Bus, aber nicht ohne Deinen MP3Player.. hast Du den mal vergessen, tuts auch Dein neues Smartphone,auf das Du gesternAbend Deine Playlist geladen hast. Während sich andere Leute im Bus neben Dir unterhalten, zückst Du nochmals Dein Smartphone, verbindest Dich mit dem Internet und liest das E-Paper Deines lokalen Nachrichten Unternehmens. Solltest Du mal Deine Busfahrkarte vergessen haben, kannst Du natürlich auch über Handy ein digitales Ticket lösen. Nichts einfacher als das. Schnell zum Bäcker, Coffee to go, ein Brötchen auf die Hand zum Frühstück und dann weiter, die Arbeit ruft. Auf der Arbeit gehts meistens an den PC, also weiter im digitalen Wirrwarr von Daten. Die meisten Daten Deiner Firma sind im hauseigenen Intranet abrufbar, da sie zuvor digitalisiert wurden. Super, kein langwieriges Suchen im Archiv oder in Aktenordnern. Ab und an kommt dann mal eine SMS von Deinen Freunden, ob Du nicht Lust hast, Dich in der Mittagspause mit ihnen zu treffen. Klaro, also gehst Du zum vereinbarten Treffpunkt. Hier und da liegt ein Smartphone auf dem Tisch, man muss ja erreichbar sein, einer tippt seinen Status gerade per 4Square in Twitter. Nachdem Du in netter Gesellschaft etwas gegessen hast,, Dich über die Fußballergebnisse des gestrigen Campions League Spiels ausgetauscht und abgeklärt hast, dass ihr nächste Woche mal Bowlen geht, geht es zurück an den Arbeitsplatz. Ein Kunde möchte was wissen, was du nicht beantworten kannst, du googlest im Internet und findest die Antwort auf Wikipedia. Weitere EMails erreichen Dich, die Du nebenher noch abarbeiten sollst. Ein Klick und weg ist die Antwort, wohlmöglich an viele Empfänger gleichzeitig. Wenn der Arbeitstag geschafft ist, geht es nach Hause. An den PC, mal die Datenkrake Facebook anwerfen, in WKW schauen, wer Dich so alles kennt und und und. Irgendwann stellst Du fest, dass es zu spät ist Essen zu machen, darum bestellst Du Dir im Internet eine Pizza und diese liegt in 20 Minuten heiß und knusprig auf Deinem Teller. Nachdem Du gegessen und geduscht hast, stellst Du Dir den Wecker und ab ins Bett.

Das ist digitale Gesellschaft? Sehr überspitzt dargestellt!!!
In heutigen Zeiten wird sehr vieles sehr einfach gemacht, indem es Digital abrufbar ist. Viele öffentliche Einrichtungen haben ihre Anträge als Online Formular auf ihren Seiten, einfach ausdrucken und per Post, oder selten auch direkt per Mail wegschicken. Vereinfachte Bürokratie?! Beim Bundestag kann man online Petitionen ausfüllen, nur seine Daten muss man trotzdem angeben. Wie überall. Auf Facebook und in anderen Social Networks geht man sehr vertrauensvoll mit seinen Daten um, es ist schon etwas besser geworden, aber immer noch zu viel. Über Twitter kann man mittlerweile ganz schnell Antworten bekommen, erhält Informationen und kann selber viele Sachen verbreiten. Die Zeiten sind wahrlich schnelllebiger geworden. Hätten die großen Erfinder der vergangenen Jahrhunderte jemals geglaubt, dass Strom, Telefon und sonstige damals technische Wunder jetzt so viele Dinge ermöglichen? Alles wird schneller besser und meist auch handlicher -halt digitalisiert, bzw digital nutzbar gemacht.

Irgendwann prägte sich der Begriff „Digitale Gesellschaft“ und nun ist er in aller Munde. Es wird viel diskutiert, was unter diesem weit gefächerten Begriff zu fassen ist, ich würde auch nicht versuchen wollen alles nun aufzuzählen, was mir dazu einfällt. Das tun schon genügend Menschen. Mir fällt nur auf, dass (ich mag falsch liegen) seit dem Erscheinen der Piraten Partei viel mehr Wert auf Online-Sachen gelegt wird. Es wird hie rund da alles unternommen, um wieder auf den neusten Stand zu kommen. Vieles wird meist Digital besprochen etc. Alle Themen die es vorher nur „non – Digital“ behandelt wurden, werden jetzt auch Digital „angepackt“

Ist das die „Digitale Gesellschaft“?

Macht Euch selbst ein Bild darüber

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